Geschichtliches

 

Gasentladungserscheinungen waren bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ein eher randständiger Forschungsgegenstand. Das änderte sich grundlegend, als 1857 der Bonner Mathematiker und Physiker Heinrich Plücker eine Initiative des Glastechnikers Heinrich Geißler aufgriff. Dabei  machte er sich insbesondere die Möglichkeiten der von Geißler gerade erfundenen Vakuumpumpe zu Nutze. Neben den populären Geißlerschen Röhren erlangten die Plücker/Geißlerschen Spektralröhren sehr schnell wissenschaftliche Bedeutung. Die Untersuchungen wurden fortgeführt von Wilhelm Hittorf, Eugen Goldstein, Heinrich Hertz, William Crookes, Philipp Lenard, Joseph John Thomson u. a.. Einen geradezu spektakulären Abschluss fand diese Periode mit der Entdeckung „einer neuen Art von Strahlen“ durch W. C. Röntgen 1895. Auch viele andere der damals gemachten Entdeckungen wirken heute noch nach. Neben der physikalischen Grundlagenforschung profitierten Nachrichten- und Leistungselektronik, Kommunikations- und Beleuchtungstechnik von dieser Entwicklung. Die dabei genutzten oder speziell ausgedachten Röhren – überwiegend geschaffen von Schülern Geißlers und deren Nachfolgern – bestimmten über Jahrzehnte die Experimentalvorlesungen an den Universitäten und höheren Schulen. Die schönsten von ihnen zieren noch heute die Sammlungen dieser Institute.

Mit den hier vorgestellten Röhren wird an eben diese Tradition angeknüpft. Je nach Zweck stehen bei ihrer Gestaltung ein hoher didaktischer Anspruch und / oder die bestmögliche historische Authentizität im Vordergrund.

 

Preise bitte über Adresse, e-mail oder Telefon erfragen.